Ultraks 3K Zermatt - Bericht

Skitourenrennen = Wellnessurlaub

Es ist Donnerstag, der 18.04.2013, wir schwitzen im überhitzten Auto auf der Fahrt nach Zermatt. Grün, so grün im Tal, braun-weiss in den Bergen. Über eine Woche brannte die Sonne lichterloh vom Himmel und schmelzte das kostbare Weiss von den Bergen Zermatts.

 

Nur einen Tag später, wir richten uns zu einer kleinen gemeinsamen "Trainingstour" her, kündigt sich bereits die Kaltfront an. Im Nebel schreiten wir umher. Am Abend beim Briefing etwas gedrückte Stimmung, der Parcours wird verkürzt und in den Sektor Nord Gornergrat verlegt, trotzdem schaut die 3K Route ansprechend aus mit vielen Portagestrecken, Aufstiegen, Abfahrten und am Grat entlang.

 

20.04., Tag des Rennens, 6:15Uhr, eine SMS flattert ans morgendliche Bett: ALLE 3 Rennen werden in Zermatt gestartet und gehen bis Riffelalp. Wir wollen es nicht glauben und sind immer noch frohen Mutes, dass das verwirrende SMS nicht den richtigen Sachverhalt wiedergibt.

 

Um 8 wird der Start auf 8Uhr45 verschoben, die Ankündigungen sind auf französisch, irgendwie unorganisiert, so langsam bewahrheitet sich das SMS. Noch beim Startschuss wissen wir nicht recht, wie und wo die Strecke verlaufen wird, ob Portage-Passagen zu bewältigen sind, ob die Abfahrt miteingeschlossen ist.

 

Der Tross schiebt sich durch die engen Strassen Zermatts, ein witziges Gefühl mit den Skitourenschuhen zu rennen. Im Eifer des Gefechts reisst mir jemand versehentlich die Ski aus der Befestigung, ich muss sie beim Laufen festhalten, ein anstrengendes Unterfangen gleich zu Beginn. Dann der Wechsel auf die Ski zu Beginn der Pisten, ein Tummult, ein bunter Haufen motivierter Menschen jeglichen Alters. Es wird um die besten Anziehplätze gerangelt, ein Chaos, aber lustig!

 

Dann stürmen wir in mehreren Spuren nebeneinander wie Lemminge die Pisten Richtung Furri hinauf, Geschnaufe und heftiges Atmen durchströmt die angenehme Morgenluft. Dichter Schneefall begleitet uns auch weiter hinauf zur Riffelalp, wo bereits das Ziel auf uns wartet. Wir realisieren allerdings erst auf den letzten hundert Metern, dass die Riffelalp das wirkliche Ziel und somit Ende des Rennens sein wird. Martin wartet bereits seit einiger Zeit vor der Zielgeraden auf mich (der Tuifl hat ja trainiert wie deppert! und wäre ohne sein langsames Teampartner-Anhängsel sicher unter die Top30 gelaufen!) , gemeinsam stürmen wir die letzten Meter hinein.

 

Tja, enttäuschend, aber so ists eben mit den Outdoorsportarten. Die Erstaustragung des Ultraks hätte ein tolles Rennen werden können, doch der Wetterfrosch war nicht auf der Seite der Organisatoren und Läufer. Des Rennens wegen hat die lange Anfahrt nach Zermatt, besonders für Martin aus Tirol, nicht gelohnt. Doch deshalb nimmt man auch nicht teil. Es ist das Drumherum, dass dann gekrönt wird durch die Teilnahme an einem besonderen Lauf.

 

Wir hatten jedenfalls einen heiden Spass zusammen die 3 Tage, eine Menge Bier im Gepäck, wellnessen statt Skitourenrennen und die Motivation auf Mehr ist nur noch grösser geworden. Nächstes Jahr werden wir angreifen!

 

 

 

Wanted: Teammember fürs Team "die Wedla"

Einzige Voraussetzung, du musst perfekt "wedln" können und für jeden Spass zu haben sein:-)

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