Eiger Trails

Wegpunkte:

 

Tag1: ca. 21,5km, 1200Hm

Start beim Hotel Spinne - Grindelwald Grund - Brandegg - Mettla - Arvengarten - Bustiglen - kleine Scheidegg und retour, allerdings ab Grindelwald Grund mit Ortsbus zum Hotel zurück

 

Ab dem Talgrund gehts recht steil auf ausgeschilderten Wegen hinauf, ein Kaltpump im Wadl lässt sich fast nicht vermeiden. Später klassischer Berglauf auf Forstwegen, ab ca.1500m durchgehende Schneedecke. Auf der Forststrasse tragend, weiter oben später auf der Piste auch einigermassen. Im Gelände tiefer Sulz! D.h. gut 500Hm müssen momentan noch im Schnee zurückgelegt werden. Spassig, aber verdammt anstrengend und nach 90 Minuten im Schnee auch ziemlich kalte, gefühllose Füsse...

Gamaschen nicht vergessen!

 

 

Tag2: ca.12km, 600Hm

Mit dem Ortsbus zur Station Oberer Gletscher/Hotel Wetterhorn - Ischbodenhitta - Schwendibiel - Almenweg1600 über Bort - bis kurz vor Rastysi - Grindelwald und mit Ortsbus zurück zum Hotel Spinne

 

Diesmal auf der Südseite unterwegs, wo deutlich weniger Schnee liegt. Almenweg nur an wenigen Stellen noch schneebedeckt. Schöne Mischung aus Berglauf und Traillauf, sowie leider ein paar Asphalt-Abschnitten. Vom Panorama her noch grossartiger als auf der kleinen Scheidegg-Seite. 

Auch wenn momentan Zwischensaison ist und Grindelwald wie ausgestorben und friedlich im Talgrund zwischen kleiner und grosser Scheidegg ruht, trotzdem fühlt man sich als Exot: lost in Japan, dazu noch mit der andersartigen Laufbekleidung dekoriert, ohne teure Fotoausrüstung im Gepäck, ohne Stress. Irgendwie unverständlich, warum man Europa in 2 Wochen abhaken muss, von einer zur anderen Sehenswürdigkeit hastet und alles digitalisiert mit nach Hause nimmt, nur das wichtigste auf der Strecke lässt: das Erlebnis!

 

Grindelwald bietet ein grosses Stück Geschichte. Die Eigernordwand überschattet mächtig das Dorf, das kolossale Wetterhorn am östlichen Talende. Dazwischen zwei tiefe Taleinschnitte mit den darüber sich weit ausbreitenden Glescherflächen. Saftige Almwiesen auf der Süd-, Ost- und Westseite mit vereinzelten Stadeln, kleinen Holzhäuschen. Es ist einfach unmöglich sich dieser Schönheit und Faszination der Gegend zu entziehen. Wo das Auge hinreicht, entsteht unweigerlich ein Innehalten. Ehrfurcht vor der majestätisch geschaffenen Natur auf diesem Fleckchen Erde.

 

 

Wer die Bergwege rund um Grindelwald nur als Sportgerät sieht, dem entgeht das Beste. Unzählige Aussichtsbankln laden zum Verweilen und Träumen ein, auch der Trailrunner kann und will sich diesen verheissungsvollen Plätzen zum Rasten nicht entziehen. Geniessen, Schauen, Staunen. Durchatmen, Krafttanken, bevor es auf diesen Panoramatrails erster Güte weiter geht.

 

Im Juli findet der erste Eigerultratrail statt, ich bin sehr gespannt. Wenn die Organisation und das Wetter passt, wird auch diese Trailveranstaltung in die Geschichte eingehen, davon bin ich überzeugt. Die atemberaubende Aussicht auf der Strecke grosse Scheidegg bis Schynige Platte, sowie die Unmittelbarkeit DER Nordwand der Alpen auf der kleinen Scheidegg und beim Männlichen, das werden sicher unvergessliche Momente für die Trailrunner aus der ganzen Welt!

 

Ich freue mich jedenfalls schon riessig nach diesem "Testlauf" im Eigergebiet und umso mehr aufs Bergsteigen im Sommer...

 

 

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