Tessin Kletteropening

Langes Wochenende, im Norden schlecht im Süden schön, perfekt fürs Tessin. Was in die simple Rechnung allerdings nicht eingeflossen ist, die endlosen Wartezeiten am Gotthard und die Menschenmassen im Tessin...

 

Wir besuchten 4 schöne Klettergebiete im Tessin

  • Russo
  • Ponte Brolla
  • Brontallo
  • Sobrio

 

Landschaftlich extrem reizvoll gelegen gehört Brontallo sicherlich zu den Highlights im Tessin. Bereits das lieb in Schuss gehaltene Dörfchen zwingt zur Besichtigung. Nach 20 Minuten schweisstreibendem Zustieg erreicht man das sonnige Band unterhalb der Kletterfelsen, welches für die folgenden Kletterstunden Aufenthalt gebietet. Die Kletterei in Brontallo ist immer senkrecht oder leicht überhängend und spielt sich an Leisten, Käntchen, Auflegern und Löchern ab. Gut gesichert, lang, exzellenter Fels, jede Route eine Empfehlung. Einfach der Wahnsinn, wenn man zwischen 6b und 7b klettert!

 

Russo erweist sich als ruhiger Spot, runde Risse dominieren die Kletterei, sehr speziell, aber lohnend! Auch einige Reibungsplatten finden sich im Gebiet, der Fels bringt hier den ultimativen Grip zum Vorschein, man glaubt gar nicht auf welchem Nichts man Halt mit den Füssen findet...

 

In Ponte Brolla auf den flachen Platten tummeln sich am Freitag Nachmittag trotz des vorangegangenen langanhaltenden Regens viele Leute. Jedes Fleckchen, dass nicht wasserüberronnen ist, ist belegt. Im obersten Sektor gibts einige ganz nette Wandklettereien, die etwas an Brontallo erinnern. Ansonsten natürlich perfektes Gebiet zum Einsteigen in den Kletterzirkus, auch für Mehrseillängen. Hier lässt sich Fusstechnik, unbelastetes Antreten, Reibungsklettern, Seilhandling, etc. erlernen

 

Sobrio liegt auf dem Heimweg Richtung Gotthard, daher unsere Wahl für den Sonntag. Viele Kurven führen auf der 9km langen Bergstrasse in den Ort, fantastisch gelegen. Zum Klettergebiet steigt man ab, ungewöhnlich. Südseitige Felsen ermöglichen uns am Sonntag einige trockene Routen anzutreffen. Leider aber auch sehr viele Menschen. So dass mal wieder Stau bei den Routen angesagt ist. Der Fels ist sehr rauh und grobkörnig, eine gute Haut unabdingbar. Die Absicherung lässt teilweise etwas zu wünschen über, es gibt aber auch gemässigte Routen mit naher Absicherung.

 

 

Resumée:

4 Tage Klettern, 4 Tage Pizza, 3 schlaflose Nächte im Zelt auf dem Camping mit schmerzenden Knochen am Morgen, Lachmuskeltraining, viel Spass und eine Odyssee auf der Hin- wie Heimreise, der Gotthardtunnel lässt grüssen...

 

Bea, Christoph, Harald und Patricia

 

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Christoph:-)

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