Allgäu Trailrunning Camp

Das Magazin Trail lud zum Trailrunningcamp ins Allgäu, genauer gesagt in die Region rund um die grünen Sonthofener Berge wie Grünten und Nagelfluhkette. Ein wahrhaftes Paradies für Trailläufer, nicht umsonst kommen viele starke Typen im deutschsprachigen Raum aus dem Allgäu.

 

Bereits am Donnerstag Abend lernten wir beim Kennenlernrun das traumhafte Allgäuer Panorama kennen, sanfte Wiesen wechseln mit wurzeligen Waldabschnitten, die Konzentration verlangen und einfach Spass machen. Wir donnern durch die Schlucht hinunter, über Stock und Stein, machen Bekanntschaft mit weglosen Abschnitten durchs Unterholz und stehen schliesslich 500Hm höher an einer Lichtung, die die letzten Sonnenstrahlen des Tages empfängt.

 

Das Début hat der erste Lauf bestens gemeistert. Doch aber auch Zweifel bei dem ein oder anderen Teilnehmer aufkommen lassen. Die morgige Strecke von 36km und 2000Hm wird es in sich haben. Dazu Regenschauer und das Wissen, die kommenden Tage wieder Kilometer und Höhenmeter wegstecken zu müssen. Nunja, Regenerationspülverchen, Sauna und Salben werden schon ihre Dienste verrichten.

 

Der Lauf mit dem Grünten als Abschlussgipfel entpuppte sich dann als wirklich genial, auch wenn wir die Aussicht nur wenig geniessen konnten, da sich die tiefen Nebelschwaden nur kurzzeitig lichteten. Nasse Füsse und Matsch war das Motto des Laufes, immer wieder tappten wir durch mooriges Gelände, sumpfige Wiesen und knöcheltiefe Matschfelder, aufgeweicht vom starken Regen der vergangenen Nacht. Wenigstens regnete es nicht auf unserer 7-stündigen Tour. 

 

Es ist schon eigenartig, wie man sich an die Belastung gewöhnen kann. Auch wenn die letzten Kilometer schwerfällig und müde zurückgelegt werden, so lange die Motivation passt und das ist sie definitiv bei solch einer grossen Gruppe von 15 Personen, bleibt der Gesamteindruck der Belastung positiv. Wie herrlich, wenn ein rasanter Downhill den anstrengenden Anstieg ablöst. Auch wenn die Knie bereits schmerzen, hintereinander hinab zu rennen ist schon vom Feinsten. Sich gemeinsam in die Kurven legen, das Gelände ausnutzen, über Steine und Wurzeln stolpern, ein heisser Ritt bei dem man den hohen Puls vor lauter Konzentration kaum wahrnimmt und Schmerzen am Bewegungsapparat ganz in Vergessenheit geraten.

 

Das Aufstehen fällt von Tag zu Tag schwerer, die Saunagänge am Nachmittag können den malträtierten Bewegungsapparat auch nicht mehr richten. Doch nach dem ausgiebigen Frühstück fühlt sich der Körper schon wieder besser an und spätestens, wenn die Stollenschuhe geschnürt sind, schleicht sich das Vorfreudengefühl ein. Der nächste Lauf steht bevor.

 

Diesmal gehts zur Nagelfluhkette, ein hübsches Bergmassiv, wo sich ein Hügel an den nächsten reiht, gespickt mit vielen Konglomeraten, welche einen netten Kontrast zum umgebenden Grün bieten. Wir kämpfen uns die Höhenmeter hinauf zum Kamm in der brütenden Hitze, dann werden die Temperaturen angenehmer un die Trails laufbarer. Über einen super Wandersteig verläuft unser Trail, den ersten Gipfel bereits vor Augen. Schweisstreibend gehts die letzten Schritte über eine steile Leiter hinauf. Dann immer weiter über Graspolster, Felsstufen und verschlungene Pfade zum nächsten Gipfel, dazwischen zur Abwechslung ein perfekter Downhill. 

 

Trailerherz, was willst du mehr?

 

Wir werden ständig mit Aussicht belohnt, auf der Alm wartet ein Blaubeerschmand auf unsere leeren Energiespeicher, eine Holunderlimo löscht den erbärmlichen Durst. Auch wenn die Beine mittlerweile doch schon recht erschöpft sind, die 12, 1300 Höhenmeter stecken sie trotzdem weg.

 

Der Abend bringt die Bilder der vergangenen Tage, wir lassen unsere Erinnerungen Revue passieren. Awesome:-)

 

Und am nächsten Morgen noch ein kurzer Lauf mit Fotoshooting. Genial wars, ich komme wieder, keine Frage! 

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Kommentare: 3
  • #1

    Daniel (Mittwoch, 19 Juni 2013 22:30)

    Danke Patricia! Das hast du sehr treffend beschrieben :-)
    CU

  • #2

    Karin (Mittwoch, 19 Juni 2013 23:54)

    Schön beschrieben und tolle Bilder! Will gleich wieder hin :-)

  • #3

    Thomas (Freitag, 21 Juni 2013 12:02)

    Das ist ein schön geschriebener Text. Und die Fotos sind top! Danke, Patricia :-)

    Ich hab hier auch noch ein paar Fotos: http://www.flickr.com/photos/wasserberg/sets/72157634170508169/

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