Testbericht Inov-8 Mudclaw 300

Erster Eindruck

Ob der gelbe Flitzer dem ersten Eindruck Stand halten kann? Und wie er das kann!

 

Die grossen Stollen beissen sich im matschigen, lehmigen und grasigen Untergrund fest wie ein Raubtier. Der begrenzende Faktor ist einzig die Muskulatur. Damit das Gesamtwerk Maschine-Mensch perfekt funktioniert, muss man den Mudclaw vor dem Downhill kräftig zuschnüren, was durch die dicken Schnürsenkel tadellos möglich ist.

 

Etwas gewöhnungsbedürftig sind die hohen Stollen, besonders an der Ferse (runde Wölbung), dann doch, da man sich nicht so direkt mit dem Untergrund verbunden fühlt, der aggressive Biss gibt schliesslich aber doch das nötige Selbstvertrauen, um jeden Downhill zu meistern, so lange er nicht felsiger Natur ist. Doch dafür wurde der Schuh ja auch nicht konzipiert. Man spürt schon sehr deutlich, für welchen Einsatzbereich er gemacht ist. Hochalpines Gelände mag er nicht, dort produziert er ein "schwammiges" Gefühl. Doch sobald der Untergrund auf Wiese, erdiges Terrain oder gar Schlamm wechselt, spielt er voll und ganz sein Können aus.

 

Wie sich die Abnutzung der sehr weichen Stollen verhalten wird, wird sich zeigen. Die Verarbeitung des Schuhs schaut jedenfalls sehr solide aus. Der hochgezogene Rand schützt vor eindringender Nässe, das Gewicht von 300gr. wirkt zwar im ersten Augenblick für Inov-8 Schuhe recht hoch, im Gelände macht es sich allerdings weniger bemerkbar. Recht gepolstert und gedämpft fühlt er sich an, was angenehmen Tragekomfort hervorruft. Der Schnitt ist schmal und niedrig und auf Performance getrimmt, der Fersenhalt eher an der unteren Skala anzusiedeln (Inov-8 spezifisch würde ich sagen).

 

Fazit:

Eine Waffe für hügeliges Offtrailgelände, der begrenzende Faktor ist die Muskulatur sowie das Herzkreislaufsystem, welche dem satten Biss nicht Standhalten können. 

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