Niderbauen Chulm

Obgleich Föhnsturm gemeldet war, wir wollten den letzten Tag vor dem Schlechtwettereinbruch nutzen, um dem Niderbauen Chulm von Seelisberg aus einen flinken Besuch abzustatten. Zunächst windet sich der Weg steil über Wiesenhänge und kurze Waldabschnitte, bevor er aussichtsreich Genussgelände erreicht. Der tiefblaue Urisee liegt mittlerweile schon beachtlich weit unten, ab und an erwischt uns eine Böe und bringt das Gleichgewicht zum Wanken.

 

Auf Höhe Lauweli genehmigen wir uns eine Rast, zu schön ist die Gegend, um einfach nur hinaufzuhasten. Mit der Sonne im Gesicht geniessen wir das herbstliche Wahnsinnspanorama: die Farben so satt, die Konturen so scharf. Und den Weiterweg lässt es sich von hier auch gut begutachten. Kalkblöcke liegen verstreut auf dem Almgelände, welches oberhalb von zwei mächtigen Felswänden des Niderbauen begrenzt werden. Und genau zwischen diesen beiden Wänden wird unser Weiterweg seinen Fortgang nehmen.

 

Ein witziges Stollenloch mit Treppe ist dabei zu passieren, ansonsten einige steile Serpentinen im Schatten. Wir nehmen Tempo auf, wollen in die Sonne. 10 Minuten später stehen wir am grasigen Gipfelaufbau des Niderbauen Chulm mit Blick auf den von hier noch dunkler erscheinenden Vierwaldstättersee. Im Süden die Föhnmauer, wir aber setzen zur gemütlichen Gipfelrast an.

 

Die Sonnenhänge verlocken, wir folgen ihnen auf unserem Rückweg über die Tritthütte, bevor es wieder schattig auf den Fulberg geht. Über angenehm federnde Wiesen lassen wir es rollen, über uns die Wandflucht des Oberbauenstock. Leider ist das letzte Stück ab Wintereschlen hinunter ins Choltal und durch dieses hinab bis Emmetten nicht unbedingt das Prachtstück der Tour. Zum Glück erwischen wir auf die Minute den Bus, der uns wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt in Seelisberg befördert.

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Traillauf-Community

Skyrunning Verein

im Raum

Zürich/Zentralschweiz

 

info@trail-maniacs.ch
www.trail-maniacs.ch

 

Instagram