Albis - Trailrevier Nr.1

Eine Laudatio an mein Haustrailgebiet 

 

Ob auf, unter, neben oder mittendrin, die Albiskette bildet mit den durch die Reppisch getrennten Hügeln der benachbarten Nord-Süd-Kette (Aeugsterberg, Allmend, Tannboden, etc) mein abosluter Favorit für freudvolles Traillaufen mehr oder weniger vor der Haustüre. Bei jedem Lauf entdecke ich wieder neue, schmale Weglein, die mir den Atem rauben. Denn bei so viel Spass die ideale Linie zwischen all den Wurzeln und Matschtümpeln zu wählen, das Gleichgewicht auszubalancieren, tiefe Matschgruben gekonnt zu überspringen, etc. treibt es ungewollt meinen Puls in die Höhe, ohne dass ich die Mehranstrengung bemerke.

 

Dass ein eingeschlagener Trampelpfad des Öfteren auch weglos endet, stört kaum. Entweder man setzt die eingeschlagene Richtung fort, in der Hoffnung bald wieder auf einen Trail zu stossen oder man landet im undurchdringbaren Dickicht. So wie heute, ich verpasste eine für Nichtinsider unsehbare Abzweigung und trampelte der Sackgasse steil bergauf entgegen. Der Hang steilte sich so sehr auf, dass selbst mit den griffigen Inov-8 Sohlen jegliches Höhersteigen unmöglich wurde. Da hilft nur noch umkehren.

 

Doch dann fand ich wieder mein Paradies. Direkt am Kamm entlang, der Wind pfeiffte mir gehörig um die Ohren, schmale Singletrails mit extra viel Matsch geladen. Super geil! Dass der Dreck teilweise schon fast zwischen den Zehen hervorquoll, machte die Strecke nur noch interessanter. Vielleicht fühlt der Trailläufer sich in seine Kindheit zurückversetzt. In Matsch und Dreck spielen und dazu noch mit Erlaubnis:-)

 

Ich weiss die Antwort auf die Frage "was macht das Traillaufen vor der Haustüre so reizvoll?" noch immer nicht zu beantworten, doch mit jedem Ausflug intensiviert sich mein Gefühl, einer intrinsischen Motivation bei der Ausübung dieses Sports nachzugehen. Die Befriedigung, die sich nach absolviertem Lauf auf perfekten Trails einstellt, macht einfach nur süchtig. Dabei ist es so simpel und schlicht, ein paar grippige Trailschuhe und eine Karte vom Gebiet, mehr nicht.

 

Pulsuhr und Co darfst du getrost zu Hause lassen, auf den Trails bist du immer im intensiven Bereich unterwegs, denn je speediger, desto flowiger, desto geiler!!!

Patricia

 

 

zum Beispiel die Uezgi-Umrundung:

Uezgi Trails

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