Trailrunning im Tiroler Unterland

rund um Stans

Samstag, Berglauf Stanser Joch

 

So lässt es sich leben...Wellnessen und Speicher wieder auffüllen im Hotel Schwarzbrunn, dazwischen Traillaufen vom Feinsten.

 

In der Nacht auf Samstag hat die Kaltfront auch Tirol erreicht und entleert massig Neuschnee über den Bergen, teilweise sogar bis fast in den Talgrund. Doch die wärmenden Sonnenstrahlen brechen schon bald durch die Wolkenfront und erhellen den Ostersamstag, ein wundervolles Tagl im Schlepptau.

 

Wir entscheiden uns für eine knackige Runde hoch aufs Stanser Joch, wohlwissend, dass wir vielleicht aufgrund des Schnees das Tagesziel nicht erreichen könnten. Die Strecke startet direkt beim Hotel, ein schmaler Trail führt zum Eingang der Wolfsklamm. Mit den Spikeschuhen an den Füssen werden die glitschigen Holzstufen festgenagelt, welche zu Tausenden durch die Schlucht hinaufführen. Tosendes Gewässer, eine bezaubernde Geräuschskulisse, lässt den harten Anstieg gleich zu Beginn vergessen. Wir gewinnen stetig an Höhe. 

 

Im Anschluss halten wir uns an die Wegmarkierungen Richtung Stanser Joch, zuerst einem steilen Wurzelsteig folgend, dann etwas gemütlicher auf einer Alpstrasse und dann diese immer abkürzend in der Falllinie kräftezehrend, aber spassig über abwechslungsreiches Terrain steil hinauf Richtung Joch. Das liebe ich an der Tiroler Südseiten, also nördlich des Inns: durch Buchenwälder, Wurzelsteige und Latschengewächs, zahllose Steiglein durchziehen die Wälder und Flanken, das Trailrunners-Paradise.

 

Irgendwann gelangen wir in den ersten Schnee, zunächst knöcheltief, die Steiganlage und die roten Markierungen noch deutlich ersichtlich. Je mehr Höhe wir gewinnen, desto tiefer wird der Schnee. Langsam zweifeln wir, ob es noch Sinn macht mit unseren kurzen Hosen in diesem Gelände unterwegs zu sein. Doch die Sonnenstrahlen spenden Wärme und die mit der Höhe gewonnene Aussicht beflügelt uns unseren eingeschlagenen Weg fortzusetzen.

 

Schliesslich kämpfen wir uns mindestens knietief die letzten steilen Latschenhänge hinauf und erreichen den Stanser Hochleger, mit 1500Hm in den Beinen steckend erlauben wir uns eine ausgiebige Rast. Eine Bank an einem Stadl ist uns dafür recht willkommen, trotz verschwitztem Shirt, wir sitzen da, umgeben vom Weiss, unglaublich, und frieren nicht. Genialer Tag!

 

Und dann der Downhill, eine Schlitterpartie bis zur Schneegrenze. Ich bin abermals froh um meine Spikeschuhe, geben sie mir doch das nötige Vertrauen beim Hinunterdonnern über nasse Wurzeln, matschiges Gelände und rasante Kurven. Wir müssen immer wieder stehen bleiben, durchatmen, der Puls schiesst in den roten Bereich. Einfach nur kräftezehrend, aber geil!

 

Als wir den Almweg wieder erreichen, entdecken wir abermals eine Abkürzung, wer nicht wagt, der nicht gewinnt...und wieder geht die Rechnung auf, wir finden tatsächlich lässiges Trailgelände, sanft abfallend, perfekt zum Gasgeben. Ein Wurzelsteig par excellence, bis er uns direkt unten im Dorf Stans ausspuckt, perfekt.

 

 

Montag, Treffen mit Johannes


Heute treffen wir uns auf eine Plauschrunde mit Johannes. Wir haben uns schon Ewigkeiten nicht mehr gesprochen, in der Zwischenzeit ist natürlich viel geschehen. Jobwechsel, Umzüge, etc., die Themen gehen uns nicht aus. Da auch er auf der Durchreise zurück nach Wien ist, soll die Runde keine neuen Dimensionen sprengen, sondern Freude bereiten und Zeit zum Unterhalten bieten.

 

Nunja, Freude hat sie auf jeden Fall in uns hervorgerufen. Finden wir doch abermals lässige Steiglein, mal eben flowig, mal monstermässig steil, doch mit dem Erzählen haperts bei mir, immer wieder raubt ein Anstieg mir die Luft zum Erzählen. Doch den beiden Burschen scheint die Luft nie auszugehen, sie labern munter weiter. Krasse Typen...;-)

 

Schliesslich finden wir uns in der Wolfsklamm wieder, diesmal aber in umgekehrter Richtung, also im Abstieg. Rasant schwingen wir im Slalom zwischen den zahlreichen Wanderern hindurch, es staut, Zeit zum Durchatmen. Nach knapp 10km stehen wir erschöpft vorm Hotel, verschwitzt, müde, aber glücklich. Wie gut, dass der Wellnessbereich auf die müden Knochen wartet...

 

 

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