Wetterstein Süd

Was liegt näher als an einem wetterunbeständigen Wochenende in die "Heimat" zu fahren, Freunde besuchen und Traillaufen. Gesagt, getan. Der Leutascherhof bot das nötige Drumherum mit feinem Wellness und leckerem Bio-Frühstücksbuffet, die abendliche Teppan-Wok-Session in Innsbruck mit unseren Freunden übertraf die Refill-Strategie bei Weitem und die Leutascher Sauna füllte unseren Sonntagnachmittag im Kreise der Freunde mehr als entspannend aus.

 

Bei so viel Rahmenprogramm vergisst man fast auf das eigentliche Tun. Die Wettersteinsüdrunde und der vertikale Trainingslauf auf die Rauthütte. Erstere verläuft im Revier des legendären ZUT (Zugspitzultratrail). wir entschieden uns für eine gut laufbare Runde mit Start- und Endpunkt am Parkplatz Salzbachtal, von wo aus man zunächst mit vielen Wanderern den breiten Schotterweg Richtung Hämmermoosalm teilt, der aber bald in einen fluffigen Wiesentrail abzweigt und später ab der Alm über einen genialen Wurzelsteig mit vielen flachen Speed-Passagen hinauf zur Wettersteinhütte führt.

 

Vorsicht ist angesagt, die zahlreichen Wurzeln sind mega glitschig, der Steig schmal und holprig. Für Action ist auch weiter oben gesorgt, auf dem Höhenweg zur Rotmoosalm müssen wir endlose Matschlöcher passieren, der lehmige Boden stollt unter den Füssen an. Wir springen von Grasinsel zu Grasinsel, von Stein zu Stein und pflatsch, ins nächste Wasserloch, das sich geschickt unter dem dicken Grasbüschel versteckt hat. Die Wolken umzingeln nach wie vor die steilen Felswände des Wetterstein Süd, unsere Blicke sind somit meist nur auf die nächsten 2m vor uns gerichtet, doch das Ambiente an diesem Samstag ist einfach nur herrlich. Besonders auch, weil fast niemand unterwegs ist und wir ungestört die saftig grüne uns vertraute Landschaft geniessen können.

 

Der ursprüngliche Plan weiter zum Feldererjöchl zu laufen verschmeissen wir auf Höhe der Rotmoosalm, Harry hat leichte Magenprobleme, wir schiessen gleich ins Tal hinunter und ab der Hämmermoosalm auf bekanntem Wege zurück zum Parkplatz.

 

 

Der Sonntag Morgen brachte nach einem üppigen Frühstück einen 1h-Plätter. Steil rauf, steil runter. Der Anstieg zur Rauthütte über die alte Skipiste verläuft recht direkt, mit vielen Abkürzungen der Forststrasse, auf angenehmem Wiesenboden kerzengerade zur Hütte. Was einen 30 minütigen Puls im Grenzbereich zur Folge hat. Bei der Rauthütte angekommen schmeisse ich mich auf den Boden, der Brustkorb hämmert, die Beine platt. Doch wir laufen noch weiter bis zum Zugspitzblick, einem schönen Aussichtspunkt am Aufstiegsweg zur Hohen Munde gelegen, von wo die gestrige Runde wunderbar überschaubar ist.

 

So steil wie der anstiegsweg, so steil gestaltet sich auch der Downhill, eine pfeilgerade Forststrasse mit viel losem Schotter fordert die Stossdämpfer gehörig, bis der Weg schliesslich flacher und mit vielen Wurzeln gespickt durch lichten Lärchenwald in den Ausgangspunkt mündet. Speedige Meter kennzeichnen diesen letzten Abschnitt.

 

Kurz und knackig. Die Saunalandschaft Leutasch wartet schon....

Die Strecke im Detail:

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