Berglaufen im Engadin

Das Engadin, nicht nur unter Profisportlern bekannt als Trainingszentrum mit bester Infrastruktur und hübscher Berglandschaft. Auch wir Hobbysportler kehren immer wieder gerne in das Tal der vielfältigen Möglichkeiten zurück. Ab einem Hotelaufenthalt von 2 Nächten gibts die Bergbahnen und den öffentlichen Verkehr zur Gratisnutzung, was das Gebiet für Bergläufer besonders reizvoll macht. 


So packen wir die Chance noch am Freitag Abend, unserem Anreisetag, und joggen von der Talstation Muragl durch lichten Lärchenwald und einen schmalen Pfad hinauf Richtung Bergstation. Den breiten Weg lässt es sich prima über Steiglein und Pfade umgehen, wir folgen plätscherndem Wasser und hören unzählige Pfiffe der Murmelixe, die von Bergläufern zu so später Stunde wohl etwas in ihrer Abendruhe gestört wurden. Mit den letzten Lichtstrahlen erreichen wir die Bergstation und schweben leicht fröstelnd aber zufrieden ins Tal hinab.


Den verregneten Samstag überbrücken wir mit morgendlichem Wellnessen im Ovavera, einem neuen Hallenbad mit Saunalandschaft in St. Moritz. Für uns Hotelgäste (Hotel San Gian) ist der Eintritt unbegrenzt und kostenlos. Als der Dauerregen aufhört und erste Auftrocknungen auf der Strasse ersichtlich werden, schnüren wir ein weiteres Mal unsere Trailschuhe und starten bei der Talstation der Corvatschbahn Richtung Hahnensee. Eine fantastische Strecke, leicht ansteigend, mit Arven, Gneisblöcken und Heidelbeerstauden, kürzere steilere Abschnitte treiben den Puls in die Höhe und drosseln unser Tempo, aber alles ist laufbar, einfach klasse! Auf dem Weg hinüber Richtung Fuorcola Surlej lichtet sich für einen Moment sogar das dichte Wolkenmeer, bizarre Nebel umkreisen uns. Gespenstisch, aber nicht minder schön die Landschaft. 


Und wieder perfektes Timing. Als wir die Gondel der Station Murtel betreten, fängt es zu regnen an. Ziemlich ausgekühlt, erschöpft und ausgelaugt (wir haben auf sämtliche Ausrüstung verzichtet, es sollte ja eigentlich nur ein kurzer Lauf werden...;_) stürmen wir die Bäckerei, die direkt gegenüber der Talstation liegt, auf die Sekunde vor Ladenschluss. Hungrige Mäuler kaufen bekanntlich mehr, so auch wir. Innerhalb fünf Minuten haben wir Browni, Cookie und Kranz in uns gestopft, wie gut so etwas sein kann...


Und erst der Sprung ins heisse Sprudelbecken im Anschluss! Eine Wohltat! Der Gegensatz machts!


Der dritte Tag bringt uns in eine einsame Gegend unweit der Diavolezza. Wir rennen hianuf zum Lej Pers, ein kaum ausgetretenes Weglein führt uns dorthin. Weit weg vom Strassenlärm, dabei sind wir Luftlinie fast an der Strasse...Dann wandern wir hinüber zum Einstieg in den NOrdostgrat des Munt Pers. Blau-Weiss markiert und mit Fixseilen an den schwierigeren Stellen versehen eignet sich der Grat zwar nicht mehr zum Laufen, doch bringt er eine willkommene Abwechslung und eine klasse Alternative um zur Diavolezza zu gelangen. Blockwerk wird erklettert, Geröllfelder erstiegen, und immer wieder begeistern die fantastischen Ausblicke auf die Gletscherwelt. Ein absoluter Tipp, denn der Anstieg ist nie überlaufen. Das Panorama auf dem Gipfel des Munt Pers entschädigt dann umso mehr für den schweisstreibenden und anstrengenden Aufstieg. Ich kann mich nicht satt sehen von meinem Lieblingsberg, dem Palü...

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