Skyrun Almagellerhorn

Nach dem Kälteeinbruch mit Schneefall bis in mittlere Lagen entschieden wir uns kurzfristig für einen Besuch des Almagellerhorns, dem Hausberg hoch über Saas Almagell. Ein formschöner Kegel, markant, doch leider etwas untergehend zwischen all den 4000er-Megabergen, die das Saaser Tal umgeben. 

 

Von der Bergstation Heidbodme starten wir auf gut angelegtem Bergwanderweg in vielen Serpentinen hinauf bis zur Abzweigung, die mit Panoramaplatz gekennzeichnet ist. Wir spüren schon jetzt die Höhe beim Atmen, die Luft ist trocken und kalt. Ab dem Panoramaplatz führt ein Alpinwanderweg mit einigen Seilversicherungen und Eisentritten über festen Gneis auf den Südwestgrat. Das stete Höherturnen lenkt von der Atemnot ab, es macht schlichtweg Spass von Block zu Block zu hüpfen, über geneigte griffige Platten zu rennen und den kraftsparensten Weg zwischen all den Trittoptionen im losen Untergrund ausfindig zu machen.

 

Oben auf 3000m empfängt uns ein beissend-kalter Nordwind. Das Primaloft leistet gute Dienste, die Nasenspitze fängt an zu gefrieren. Doch mit der Anstrengung und einem Windschutz kühlen wir wenigstens nicht weiter aus und drücken uns Schritt für Schritt über grosse Blöcke bis zum Gipfel auf 3327m. Ein wunderbarer Aussichtsberg, die frisch verschneite Mischabelkette, der Blickfang schlechthin, im Süden freier Blick bis nach Italien. Und gegenüber thront das Weissmies, unser eigentliches Tagesziel für den morgigen Tag, doch mit dem vielen Neuschnee am Südostgrat müssen wir das Projekt schliesslich verwerfen.

 

Am Gipfel selbst ist ein Schild angebracht mit der Aufschrift:

"Menschen, die die Berge lieben, sind aus tiefster Seele frei. Sie entschweben leicht dem Alltagseinerlei. Menschen, die die Berge lieben, widerspiegeln Sonnenlicht. Alle anderen, die im Tal geblieben, verstehen ihre Sprache nicht."

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