Salomon Glencoe Skyline

Loic berichtet:

"Out-of-this-world running experience... 3rd stage of the Sky Running Extreme serie. I admit it takes a couple of days to come back to "the real world"...Forest roads, long cross-country stretches, single trails, wilderness, dry cliffs, wet cliffs, fog, sunshine - the race that has it all.

You start the race with the goal to be under 9 hours, then lower your expectations just to be able to finish it and finally - at the point where you have one foot in the void and half of the other one on a ruler carved in wet rocks - you end up just being happy to stay alive :-)

Great honor to run among the British runners and learn from them.

Glad to share the adventure with Konrad, Jasmine, Liz, Jim, Natalia, Enrico, Wouter, Joe, Simon and Nael (and Moss too). There is a very special feeling to stay a few days in a boarding house for runners.

 

Natalia meint dazu:

If there is a extreme race in he skyrunning calendar, this is it! Commitment, exposure, steepness and many more superlatives. The race tackles curved ridge and Aonach Eagach ridge - among other peaks. There is some serious scrambling and unforgiving down-climbs. I felt safer in terms of rockfall hazard compared to Tromso. I also found GlenCoe downhills easier. However, overall the climbing difficulties are greater at GlenCoe - especially if the terrain is soaking wet as it was this year. A though diamond! 

 

Des Weiteren waren noch Enrico und Nael am Start, die nach ihrem Zieleinlauf ebenfalls von dem genialen Wettkampf schwärmten. Nachfolgend könnt ihr Naels Geschichte lesen:

 

Glen Coe Skyline, 55 km 4700 Hm. Der Start des Laufs war um 07:01 anstatt um 07:00 da noch ein defekter GPS Tracker ausgetauscht werden musste. Die ersten 10 km zum Checkpoint 1 (CP) gingen sehr gut da dieser Abschnitt auf dem West Highland Way liegt, einer bekannten Mehrtageswanderung. Vom CP 1 geht es dann auf einem schmalen, zum Teil matschigen Zustiegspfad weiter zum Einstieg der Kletterpassage des Curved Ridge. Die Kletterei im 2. Grad finde ich nicht schwierig braucht aber schon etwas Konzentration an zwei Stellen wo es ein wenig ausgesetzt ist. Die Leute vor und hinter mir scheinen nicht gestresst zu sein und unterhalten sich über dies und jenes.

 

Dem Stob Dearg Summit (CP 2) folgt dann ein guter, steiniger und trockener Single Trail zum CP 3. Von hier dann der erste längere Downhill zum CP 4 Lairig Gartain River Crossing bei KM 17, wo ich meinen linken Knöchel ein wenig überstrapaziert habe. Beim Checkpoint mach ich eine kurze Pause und bade meine Füsse im kalten Bach. Ich spüre einen leichten Schmerz und überlege mir das Rennen evtl. abzubrechen. Aber es geht schon, nach der Abkühlung und lockerem Gehen scheint es doch nicht so schlimm zu sein. Also weiter zu CP 5, KM 20 wo mich eine kleine Gruppe kräftig anfeuert. Die perfekte Motivation um weiter zu machen.

 

Nach CP 5 wird es Zeit meine Wasserflaschen in einem der Bäche aufzufüllen. Bis zum CP 11 gibt es unterwegs keine Verpflegung. Der Weg ist hier ein gut ausgetretener Singletrail, technisch nicht schwierig. Ab Checkpoint 6 wird es wieder steiler und weglos. Zudem schlägt das Wetter um und es wird Zeit die Regenjacke überzuziehen. Thomas aus Finnland findet das eine gute Idee und schliesst sich mir an. Gemeinsam suchen wir den markierten Weg zu CP 7. Auf dem Weg von CP 8 zu CP 9 verlier ich dann Thomas aus den Augen da er sich noch die langen Hosen überzog.

 

Nach der Hin- und Zurück Passage bei CP 9 geht es nun vom Bidean Nam Bian 1150m hinunter nach Loch Achtrichian (CP 11). Ca. 1000 Hm Abstieg in steilem und rutschigen Gelände und 3 Bachüberquerungen. Mit der nötigen Vorsicht und ohne in den Bach zu fallen hab ich es zum CP 11 Loch Achtrichian KM 32 geschafft, 12 min vor der Zeitlimite. Ich verpflege mich jetzt erstmal und lass meine Wasserflaschen auffüllen. Weiter machen? Mein Verstand sagt nein aber die Beine haben noch nicht genug gelitten. Ich frage einen anderen Läufer was er dazu meint. Er sagt mir die Querung oben kann sehr gefährlich sein wenn es nass ist. Die Dame, die mir meine Wasserflaschen überreicht, meint, ich solle doch gehen. Na super. Ich schliesse mich den anderen Läufern an die weitermachen.

 

Es folgt ein knapp 900 Hm Aufstieg auf den Sgorr nam Fianneidh (CP 12) KM 34. Auf dem Grat peitscht mir der Wind den Regen ins Gesicht. Auch die anderen Läufer ziehen sich nun die Kapuzen über und wechseln von den kurzen in die langen Hosen. Nach einer Weile stehe ich nun vor den Pinnacles des Aonach Eagach, wie kleine Turmspitzen sehen die aus. Mein erster Gedanke: verdammt! Umkehren? Der Guide erklärt mir den genauen Weg und ich folge seinen Anweisungen. Es braucht viel Mut und Konzentration auf dem nassen und ausgesetzten Grat. Eigentlich total verrückt. Aber die Tritte und Griffe sind da. Es folgen weitere leichtere Kletterpassagen und Querungen, alles nass. Als ich dann endlich beim Checkpoint 13, KM 38, angekommen bin meinte der Supporter, dass es nun gemächlicher weiter gehen würde. Bin ich froh.

 

Über typisches Schottisches Hochland Gelände (weglos, sumpfig) geht es nun via CP 14, KM 41 weiter zum CP 15, KM 45, West Highland Way Connection. Es dämmert langsam und ich kann die letzten 5 km auf dem West Highland Way in einem gutem Tempo ins Ziel nach Kinlochleven laufen. Keine grösseren Schmerzen, einfach nur erschöpft.

 

 

Infos:

http://www.skylinescotland.com/

 

Results

Loic Tregan: 63., mit einer Zeit von 10:12:10 

Natalia Roman Lopez: 73. (10.Frau), mit einer Zeit von 10:26:48

Enrico Bieri: 100., mit einer Zeit von 11:14:46 

Nael Bishtawi: 155., mit einer zeit von 12:57:45 

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