Snowrun Rigi

Wenn man ohne grosse Erwartungen startet, dann wird man meistens überrascht sein, wie gut sich alles fügt. So auch an diesem Tag, in den wir mit einem gemütlichen und ausgiebigen Frühstück gestartet sind, da die Wetterprognose für diesen Tag eher durchwachsen war. Doch ein Blick auf die Webcams verrät, die Sonne blinzelt bereits durch die dichten Schleierwolken durch, wir müssen raus in die Berge.

 

Die Rigi liegt da auf dem Weg in die Berge praktisch vor unserer Haustüre, da führt also kein Weg vorbei und somit finden wir uns auch heute wieder auf der holprigen Strasse hinauf zur Seebodenalp. Dem Ausgangspunkt für viele Möglichkeiten an der Rigi, ohne die kostspielige Standseilbahn benutzen zu müssen. Mit einer geschlossenen Schneedecke ab der Seebodenalp erwartet uns ein Snowrun, so wie wir ihn lieben. Eine ausgetretene Spur, griffiger Schnee und mit unseren Schneeketten an den Füssen können wir sogar Vortrieb erzeugen, ohne dass bei jedem Abdruck sämtliche Energie verpufft. Das spart Kraft, das motiviert.

 

Auf Staffel, wo der erste zackige Anstieg endet, entscheiden wir uns für heute auf den touristischen Gipfel zu verzichten und hinüber über den Rotstock Richtung Scheidegg zu joggen. Eine Schneeschuhspur leitet am Rotstock entlang, manchmal brechen wir unerwartet im Schnee ein, doch spätestens der Downhill auf der sulzigen alten Piste entschädigt für die Mühen des Aufstieges. Wir nehmen nun alle Erhebungen mit, auch wenn kein präparierter Wanderweg hinüberführt, Spuren hat es zu Hauf und irgendwie macht genau das gerade Spass, in tiefen Tritten keuchend an Höhe zu gewinnen um diese in einem rasanten Downhill gleich drauf wiederrum verpuffen zu lassen. Der Anstieg auf den Dossen allerdings zehrt dann doch gehörig an den Kräften und lässt sich für uns nicht mehr so einfach hnaufjoggen. Wir switchen auf Gehen um. Schade, aber in diesem Fall das einzig richtige um nicht vorab schon sämtliche Energiespeicher zu entleeren.

 

Die Aussicht am Dossengrat ist fantastisch, mit dem Wolkenspiel besonders faszinierend und wie sich dieser so entlang schlängelt errinnert er fast an den Biancograt im Miniatürformat. Spielerisch tänzeln wir an ihm entlang, geniessen Schritt um Schritt und entscheiden uns am Umkehrpunkt Hinter Dosse sogar nocheinmal den kräftezehrenden Anstieg zurück zum Gipfelkreuz auf uns zu nehmen, anstatt den planierten Wanderweg auf gleicher Höhe zurück zu nehmen. Die letzten Meter hinauf über Wölfertschen und Staffel ziehen sich dann doch noch und wir sind froh, als wir es schliesslich einfach nur noch laufen lassen können...

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