Beigua Naturpark, Trailrunning mit Meerblick

Auf dem Weg nach Finale Ligure passiert man zwangsläufig den Naturpark Beigua, meistens lässt man ihn leider rechts liegen. Dabei ist dieser Naturpark von der Autobahnausfahrt Arenzano in wenigen Minuten zu erreichen und sogar ein Trailevent findet dort jährlich statt. Hinter diesem unscheinbaren Gebiet mit seinen anspruchsvollen Wiesentrails und unzählig schmalen Trampelpfaden verbirgt sich wahrlich ein Paradies. Nicht zu unrecht wurde das Gebiet in einen schützenswerten Naturpark umgewandelt.

 

Wir starten bei den Casa Soprane, Parkplätze sind Mangelware, aber in irgendeiner Kurve findet sich dann meistens doch noch ein Plätzchen. Und sogleich folgt der Wanderweg steil bergan durch wie in der Sauna duftende Kiefernwälder. Der Boden ist mit langen Nadeln übersäht, trocken und die Hitze staut sich. Die ersten Schweissperlen fliessen bereits in Strömen nach nur wenigen Höhenmetern.

 

Dann folgen wir der Direttissima auf den Monte Agentea, die Stella Bianca Route. Der Pfad wird immer steiler und unwegsamer, keine Ahnung, wie es Harry schafft noch immer zu joggen, ich bin schon lange im Hände-auf-die-Oberschenkel-Modus. Nach gut der Hälfte des Anstieges schliesslich eröffnet sich uns ein gewaltiges Panorama auf das stahlblaue Meer und eine erfrischende Bise empfängt uns. Das Terrain wird von Wiesen abgelöst, einzelne Felsen bringen Abwechslung in den Untergrund. Knorrige, vom Wind geberstete Bäume stehen vereinzelt herum, wie ein Monument thronen sie hier oben 1000m über dem Meer.

 

Die Aussicht von der Gipfelmadonna des Monte Agentea ist fantastisch, doch der Blick auf den Weiterweg lässt uns nicht lange pausieren. Endlose Trails warten Richtung Monte Reixa, nicht umsonst geht hier auch der bekannte Weitwanderweg Via Alta Ligure entlang. Einfach toll diese unzähligen Grüntöne und dann immer dieser unbeschreibliche Blick aufs Meer, für uns Bergläufer so fremd.

 

Nach den flowigen Trails auf und über den Monte Reixa nehmen wir die Verfolgung auf zum Passo della Gava. Ruhe kehrt ein, einsame Traumwanderwege, die schmal und anspruchsvoll sind. Grün schillernde Steine ziieren den Weg, wow, solche Trails haben wir definitiv noch nicht unter den Sohlen gehabt. Schlichtweg beeindruckend. Ab dem Übergang Passo della Gava folgen wir einem schmalen Pfad Richtung Monte Agentea zurück, der bald aber schon etwas breiter und somit besser laufbar wird. Ein Höhenweg, der nochmals 200HM von unseren bereits ermüdeten Beinchen fordert. 

 

Ein Bach bringt die ersehnte Erfrischung, wir kippen lächzend nach Wasser die Softflasks eine nach der anderen in unsere ausgetrockneten Kehlen. Das tut gut! Dass die letzten Meter auf der bereits bekannten Stella Bianca Route nochmals zäh und wenig laufbar sind, da zu schmal und anspruchsvoll, stört uns schliesslich weniger. die flowig coolen Trails haben wir ja bereits zu genüge rennen können...am Auto dann schlägt die Uhr fast 22km und 1500Hm, eine Wahnsinnsrunde!

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