Ticino Trails, Vallemaggia

Wie oft sind wir schon auf den Granitbänken draussen vor der Pizzeria Bellariva in Gordevio beim TCS Camping gesessen und haben dort oben hinaufgeschaut! Jetzt war es an der Zeit die Gunst der Stunde zu nutzen, denn unsere Unterkunft lag direkt am Fusse des langen Hanges hinauf zur Alpe Pizzit.

 

Wie so oft im Tessin, enttäuschte uns auch dieses Mal die Trailauswahl nicht. Wilde, einsame Pfade mit ordentlich Höhenmetern, manchmal vielleicht einen Tick zu verwachsen, aber für schnelle Trailautobahnen brauchen wir auch nicht extra ins Tessin fahren, die gibt es vor der Haustüre. Nein, wer im Tessin rennen will, der muss anspruchsvolle, kräftezehrende Trails lieben. Und Steine. Und Wiesen. Und Buchen- und Kastanienwälder. Hier steht ein Hauch von Abenteuer auf der Tagesordnung, Natur pur.

 

Obwohl wir eine Runde entlang weiss-rot-weiss markierter Wanderwege gewählt haben, begegnen wir keiner Menschenseele! Lediglich ein Gleitschirmflieger dreht seine Runde über uns in der Thermik. Gewitterwolken türmen sich heute massiv auf, die Luft ist schwül und mit Feuchtigkeit nahezu gesättigt. Uns drückt es den Schweiss beim Anstieg zur Alpe Pizzit aus den Poren. Schweissgebadet trifft es vorzüglich. Satte 1400Hm am Stück galt es zu bewältigen, die nach oben hin immer steiler wurden und einem Vertical glichen.

 

Bis zum Costa della Motta sind es nur noch wenige Höhenmeter, dann zweigen wir ab auf dem Panorama-Höhenweg, vorbei an der Alpe di Valaa hinüber zur Alpe Nimi. Leider ist die Capanna noch nicht geöffnet, wir genehmigen uns trotzdem einen kurzen Halt. Bis Aiarlo di Dentro geht es im leichten auf und ab weiter, teilweise sogar recht ausgesetzt, jedenfalls aber immer anspruchsvoll zum Rennen.

 

Die Wolken werden dunkler, wir verlassen die Höhe und halten uns ab nun talwärts. Wenn du glaubst, die Trails bis hierher waren schmal, dann warte ab, was nun folgt! Von Rennen keine Spur, eher ein Traben und Joggen und Plumsen. Über Mella und Malai geht es nach Boschetto, wo der Wanderweg endlich wieder etwas Form annimmt. Steinplatten ziieren den Weg, wie auf einer endlosen Treppe gehts bis ins Tal hinab nach Gordevio zurück. Wow, was eine beeindruckende Runde!

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