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Swiss Ultra Trail Community Osterlauf

Ostermontag. Ein überaus sonniger Ostermontag. Kaum zu glauben nach dem Wintereinbruch vom Osterwochenende. Umso mehr freuen wir uns in kurzen Hosen und T-Shirt die Laufschuhe schnüren zu können. Es ist bereits recht mild in der Sonne, als wir uns um 10 Uhr am Vormittag auf dem Gelände der Saalsporthalle in Zürich treffen. Alex und Nico von der Swiss Ultra Trail Community luden nach Jahren der Stille endlich mal wieder zu einem Gruppenlauf ein. Ob es nun die Zeitangabe von 5min/km war oder ob der Feiertag den meisten eher ungelegen kam, lediglich zu 9 fanden wir uns wenige Minuten später auf den Schotterpisten der nahen Umgebung wieder, die zu den Trails und Waldwegen des Üetliberg führen.

 

Das Tempo ist in der Tat hoch, ok, für mich jedenfalls. Alle anderen sind noch munter am Schnattern. Erst als wir in den Höckler einbiegen, flaut die Redseligkeit etwas ab. Es geht um Ultras, Wettkampfteilnahmen und den typischen Trailrunnerkram. Beim Treppenintermezzo entlang der Fallätsche wechselt gut die Hälfte der Leute ins Powerhiken, wir sind definitiv aufgewärmt und Schweisstropfen rinnen, als wir die Krete oben erreichen. Fotosession ist angesagt, ein älteres Ehepaar auf der Aussichtsbank muss herhalten. Fotos mit dem Handy machen, leichter gesagt als getan, zumindest für die älteren Semester. Aber auch diese Hürde wird gemeistert und alsbald donnern wir die Forststrasse ins Reppischtal hinab.

 

In Sellenbüren nehmen wir den zweiten Anstieg unter die Füsse, der uns zum Abzweiger beim Coiffeurweg bringt. Es folgt mein Lieblingstrail zum Jurablick, anfangs noch recht trocken entpuppt sich selbst der am wenigsten dreckige Üezgitrail als wahre Schlammschlucht zum Ende hinaus. Spielen, zwischen den Matschlöchern hindurch navigieren, da kommt Freude auf. Das Tempo ist noch immer hoch und so verwundert es nicht, dass wir schon bald die Bahnstation Ringlikon und kurz darauf Hohenstein erreichen. 

 

Die Wasserbüffel strömen schnurgerade zum Brunnen, was bei der Anzahl an spielenden Kindern hier oben auf der freien Fläche eher einem Slalom gleicht. Gut gestärkt lassen wir es rollen, der finale Abschnitt hat begonnen. Schnell zeigt sich, wer die wahren Downhiller sind. Mit einem halsbrecherischen Tempo hauen wir uns den in Kurven angelegten Schotterweg zwischen zahllosen Spaziergehern hinunter. Nur Fliegen ist schöner....

 

Die Trailfraktion gewinnt, nicht nur den Downhill, auch die Entscheidung, ab der Burgruine über die matschigen Trails bis zum Denzlerweg abzukürzen, anstatt unten der lahmen Forststrasse entlang zu traben. Und so purzeln wir einmal mehr über Stock und Stein, erdige Stollen versüssen Schuhsohlen und Beinkleid. Ab dem Denzlerweg gehts zurück auf die Forststrasse, die uns mit leichtem Gefälle und flotten Schritten zurück zur Saalsporthalle nach gut 2h Laufspass in der Community führt.

 

Danke Alex und Nico für die Organisation, es war mir eine Ehre!

 

(Text von Patricia Schanne)

 

 

 

Infos zur Swiss Ultra Trail Community findest du auf ihrer Website.

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