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Sa

07

Okt

2017

Monte Tamaro - Monte Lema

Facts: 28km und 1800Hm

alles super laufbar, da die Anstiege nicht all zu steil sind. T2.

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Di

03

Okt

2017

3. trail-maniacs weekend Pitztal

Schon bei der Hinfahrt Freitag morgens kommen wir aus dem Staunen kaum heraus. Gelbe, orangefarbene, rote Bäume und Sträucher, dazu leuchtende Polsterpflanzen und Heidekraut an den steilen, das Pitztal tief einschneidenden Bergflanken. Mit den stärker als üblich zu dieser Jahreszeit verschneiten Gipfeln starten wir also hinein in ein farbenfrohes und menschenleeres Pitztalweekend. Die Wandersaison ist vorüber, die Skisaison noch nicht wirklich im Gange. Zeit also für unsere kunterbunte Horde Trailrunner über alpine Höhenwege zu heizen.

 

Mit dem Hotel Vier Jahreszeiten in Mandarfen kann auch so ganz und gar nichts schief gehen.  Oft frägt man sich, was denn jetzt wohl das bessere Wetter für die Veranstaltung wäre. Regenwetter? Dann könnten wir Wellness-Area, Fitness und Buffett ausgiebig geniessen. Sonnenschein? Ja klar, Gipfel und Trails gibt es es zu genüge, nur dann verpassen wir die Hotelannehmlichkeiten. 

 

Um 13Uhr dürfen wir unsere Zimmer in Empfang nehmen, bevor es zur Einstimmung auf das herrliche Wochenende hinauf zum Rifflsee geht. Die einen nehmen's gemütlich und lassen es, oben angekommen, auch schon wieder hinunterrollen, die anderen hängen noch eine Schleife über den Cottbuser Höhenweg dran, der abschnittsweise mit Drahtseilen und Eisentritten gespickt ist. Und der Brandkogel wird auch besucht, eh klar, ist ja der Hausberg vom Hotel.

 

Bei coolen Drinks und entspannter Atmosphäre lassen wir den ersten gemeinsamen Abend an der Hotelbar ausklingen und das phänomenale Menu verdauen. Für Samstag sind wir jedenfalls gestärkt und die grosse Runde über den Pitztaler Almenweg kann in Angriff genommen werden. Dazu geht es mit dem Bus talauswärts bis nach Eggenstall, wo ein steiler, aber trailiger Wanderweg hinauf zur Tiefentaler Alm führt. Ein Kleinod mit gelben Lärchen und munter plätscherndem Wasser. Wurzeltrails führen weiter zum offeneren Gelände bei der Arzler Alm. Die kurzen Forstwegabschnitte nutzen wir zum erholen, bevor der Weg, eigentlich momentan gesperrt, es gab einen Felssturz, wild und aussichtsreich am Hang entlang unterm Seierlöcherkogel hindurch führt. 

 

Schliesslich trennen sich unsere Wege, ein Weg führt hinunter nach Trenkwald, der andere mit nochmals 800hm Anstieg zum höchsten Punkt des Tages und am türkisblauen Mittleberglessee. Schneestapferei erwartet uns nordseitig hinauf aufs Joch, doch der Ausblick hinüber zur Watzespitze entschädigt alle Mühen. Zuerst noch steinig steil, dann immer flacher werdend, donnern wir in einem Rutsch bis ins Tal hinab, ein perfekter, abwechslungsreicher Downhill, dessen Freuden nur von der 2,5km Talweg zurück zum Hotel etwas gemildert werden. Wie sich 2,5km ziehen können, wenn die Beine schwer wie Blei sind...

 

Doch im Anschluss dürfen wir uns ja nochmal wie Profisportler fühlen, Massage, Wellness, den Bauch mit unzähligen Köstlichkeiten vollschlagen und am nächsten Morgen mit Nicole's Yoga-Lessons für Einsteiger beginnen. Da der Regen nicht aufhören mag, verschieben wir den geplanten Run zum Rifflsee auf später und legen nochmals eine Indoor-Trainingseinheit nach. Tim's Crossfit-Training mit uns lässt auch 2 Tage danach noch sämtliche Muskelpartien sich bei der kleinsten Bewegung zu Wort melden. Abgerundet mit, wie soll es anders sein, Wellness und Buffet, geht auch ein verlängertes Wochenende irgendwann zu Ende. Doch der Abschied fällt weniger schwer, denn wir wissen, das 4. trail-maniacs weekend Pitztal kommt bestimmt! 2018 steht definitiv schon wieder in der Agenda der trail-maniacs.

 

Danke ChiaCharge.ch für die leckeren Energiespender während unseren Läufen, Danke Hotel Vier Jahreszeiten für die wie immer herausragende Bewirtung und Danke an alle Teilnehmer, die das Wochenende so unterhaltsam und unvergesslich gemacht haben. To be continued...

Bilder von Loic:

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Sa

23

Sep

2017

Sichelchamm über Chnorren

Ein perfekter Tag! Harmonische Gruppe, Sonnenschein, milde Temperaturen und herbstliches Ambiente, traumhafter Aussichtsberg, menschenseelenallein unterwegs, geile scrambling-ridge auf den Sichelchamm, Champagner am Gipfel denn wir haben Loics 100000hm für dieses Jahr zu feiern, im Anschluss an den Trailrun Baden im Walensee, Eis schlecken und Radler trinken, viel viel Lachen und Blödeln,...

und noch weitere Pics von Loic:

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Sa

23

Sep

2017

Schnebelhorn Panoramatrailhalbmarathon

Sue Hofer berichtet von ihrer Teilnahme

1. Schnebelhorn Panoramatrail

 

Als glückliche Gewinnerin des Startplatzes für den 1. Schnebelhorn Panoramatrail war ich sehr motiviert, mich am 23.September 2017 mit einer guten Leistung für den Startplatz erkenntlich zu zeigen.

 

Die Vorbereitungen verliefen leider nicht ganz wie geplant. Aufgrund von Problemen mit Knie und Hamstrings musste ich einige Wochen kürzertreten und mir kurz vor dem Wettkampf ernsthaft überlegen, ob ich überhaupt teilnehmen kann.  Dank dem Einsatz meines persönlichen Physiotherapeuten stand ich dann am Samstagmittag zuversichtlich am Start. Meine Ambitionen musste ich zurückschrauben. Genuss stand jetzt im Vordergrund, und das Ziel, den Lauf möglichst schmerzfrei hinter mich zu bringen.

 

Im kleinen Toggenburger Dorf Mosnang treffen immer mehr Läuferinnen und Läufer ein. Hier und da treffe ich auf bekannte Gesichter, leider auf keine Trail maniacs. Das Wetter ist perfekt. Es ist spürbar wie engagiert sich die LR Mosnang dem heutigen Laufevent widmet. Alles bestens organisiert.

 

13.00Uhr, es geht los. Die Halbmarathonstrecke startet im Zentrum von Mosnang und führt in einem Rundkurs über das Schnebelhorn (1278müM – höchster Punkt Kt. ZH) wieder zurück nach Mosnang. Die ersten Kilometer sind cuppiert und verlaufen über Asphalt und Forststrassen. Bei Kilometer 8.5 beginnt mein Herz höher zu schlagen. Der erste Trail ist in Sicht. Wir laufen jetzt auf schönen Wiesentrails mehr und mehr dem Schnebelhorn entgegen. Unterwegs immer wieder Zuschauer, welche uns kräftig anfeuern, klatschen und „Supor“ rufen. Ich, selbst Ostschweizerin, muss immer wieder schmunzeln. Auch Klänge von Alphörnern begleiten uns auf der Strecke. Einfach wunderbar, und auch meinem Körper geht’s super.

Nur noch 50m bis zum höchsten Punkt. Plötzlich, ein kurzes Zwicken in meiner Wade. Ich laufe vorsichtig weiter und erreiche das Schnebelhorn, wo mich ein Krampf in der rechten Wade zu Boden zwingt. Sofort werde ich betreut und mit Gel und Traubenzucker versorgt. Nach einigen Schmerzsekunden neben dem Gipfelkreuz, geht’s weiter. Ganz vorsichtig und voll konzentriert nicht mehr Vorfuss zu laufen. Die Strecke hier ist absolut traumhaft. Nach dem Schnebelhorn beginnt der eigentliche Panoramatrail: 5km Trail mit wunderbarer Weitsicht. Auch anspruchsvolle Trails sind vorhanden und ich bereue einige Male, dass ich in der Vorbereitung nicht öfters mit der Downhill Queen Patricia unterwegs war ;-).

Nach 2 Stunden 20 Minuten erreiche ich mit angespannter Wade, ansonsten aber gesund und munter das Ziel.

Herzlichen Dank für den Startplatz und das schöne Erlebnis!

 

Fazit:

Ein wunderschöner Lauf. Die Trails beginnen erst nach gut 8 Kilometer, was ich etwas schade fand. Der grosse Vorteil daran ist jedoch, dass man sich bis dahin im Feld positionieren kann, dass die Trails im eigenem Tempo gelaufen werden können und wenig Staus entstehen.

Auf der Homepage der LR Mosnang findet man ein schönes Werbe-Video, des Panoramatrails, welches Worten endet, die ich ebenfalls unterschreiben würde:

„Mer verspreched eu, wenn er do mol gstartet sind, wird’s nöd sletschtmol gsi si“.  

 

http://www.lrmosnang.ch/schnebelhorn-panoramatrail 

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So

17

Sep

2017

Gross Mythen

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So

03

Sep

2017

Via Engiadina

Vom Malojapass zweigen wir kurzerhand für eine Extraschlaufe ab, die beiden Seen Lägh da Bitabergh und Lägh da Cavloc sind unser erstes Etappenziel, bevor wir die Speedtrails der Via Engiadina in Angriff nehmen wollen. Und der Umweg zahlt sich aus, ein Meer von Wurzeln breitet sich unter unseren Füssen aus, in leichter Steigung und im angenehmen Schatten des Waldes finden unsere Füsse den besten Weg durch das Wurzellabyrinth. Da kommt Freude auf, ein märchenhafter Wald, der sich plötzlich öffnet und den spiegelglatten Lägh Bitabergh zu Tage befördert. Ein ruhiger Fleck Erde, besonders am Morgen.

 

Mit den angezuckerten Bergen des Val Forno kontrastiert der zweite See, der Lägh Cavloc, besonders gut. Ein Festschmaus für das Auge, das kaum zum Betrachten der Landschaft kommt, weil die Trails rund um den See volle Konzentration erfordern. Da ist Stehenbleiben und Staunen die bessere Wahl als einen Stolperer nach dem anderen zu riskieren.

 

Kurz hinter Maloja Posta biegt der Trail der Via Engiadina von der Strasse ab und schlängelt sich in angenehmer Steigung einige Höhenmeter hinauf. Dabei fällt der Blick auf den markanten Pizzo Badile im Bergell und dessen eingeschneite Nordostwand. Wir aber geniessen derweil die aperen Wiesen um uns herum, zum Glück blieben die Trails auf dieser Höhenlage vom Wintereinbruch verschont. Dass wir bald das Heididorf Grevasalvas erreichen werden, spiegelt sich in der zunehmenden Beliebtheit des Wanderweges nieder. Etlichen Wanderern begegnen wir, die die sonnige Exposition der Via Engiagina ebenfalls zu schätzen wissen. An einem Tag wie diesem nach dem grossen Wintereinbruch goldwert.

 

Typische Engadiner Trails begleiten uns bis Silvaplana, typisch heisst hier bestens angelegt, gepflegt könnte man auch sagen. Lärchenwälder wechseln mit Panoramaabschnitten und einigen kleinen Blockfeldern. Im Prinzip easy Gelände, was einfach Spass macht zum Gasgeben. Leider mögen unsere müden Beine nicht mehr so recht, die 20km und 1000Hm machen sich bemerkbar und wir beenden unsere Tour in Silvaplana. Schade, denn weitere Traumtrails entlang der Südseite hätten noch auf uns gewartet...Egal, wir berennen euch ein anderes Mal...

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So

20

Aug

2017

Üssers Barrhorn

Ziel: bis auf den Gipfel des Barrhorn joggen, also die komplette Wegstrecke ohne Gehpassagen zu absolvieren. Ein Meilenstein für Harry. Für mich (Patricia) unerreichbar. Ein echter Berglauf sollte es werden. Und die Betonung liegt eben auf LAUF. Einen geeigneten Berg dafür zu finden mit stattlicher Höhe nicht einfach. Doch zum Glück liegt im hintersten Turtmanntal das Üssere Barrhorn, auf dessen Gipfel ein rot-weisser Wanderweg führt. 

 

Der grosse Bruder des Uri Rotstocks...

 

Zunächst geht es gemütlich und leicht ansteigend auf dem Fahrweg bis zum Stausee. Perfekter Warm-up und bereits von der Sonne beschienen. Der direktere Wanderweg hinauf zum See lag um 9:30Uhr nämlich noch im Schatten. Zur Turtmannhütte hinauf wählen wir den Steinmännliweg, etwas weiter in der Distanz, dafür landschaftlich ein Traum und auch etwas flacher. So schaffen wir beide den Jogg hinauf zur Hütte. Wer nur auf eine schnelle Zeit aus ist, könnte auch beim Wegweiser Klettergärten abzweigen und im direkten Anstieg zum Couloir hinauf dem Pfad folgen. Wir aber legen aufgrund der besseren Wegbeschaffenheit fürs Laufen den Umweg über die Turtmannhütte ein. 

 Das Couloir ist steil und mit losem Geröll, anschliessend folgen einige felsige Meter mit Drahtseilversicherungen. Keine Ahnung wie es Harry schafft durch dieses Gelände zu joggen, ich muss leider hier schon passen. Aus der Traum mit einem durchgängigen Run aufs Barrhorn. Reichlich demotiviert trotte ich ab jetzt hinterher. Gehen. So ein Mist, aber ich schaffe es nur in den flacheren Passagen vom Geh- in den Laufschritt zu wechseln. Der mangelnden Kondition und der Höhe zolle ich Tribut. Aber so ists nun mal...

Dafür darf Harry seinen Traum heute voll ausleben. Selbst in den steilen Geröllpassagen lässt er nicht locker und kämpft sich prustend weiter hinauf im Joggingschritt. Ich bin beeindruckt, fühle ich mich doch im Vergleich gerade wie ein Häufchen Elend, reichlich ohne Power und Antrieb. Die Landschaft hier oben erinnert mich stark an den Uri Rotstock. Ziemlich karg, schuttig und es zieht sich ungemein. Die Blick hinüber zum Bishorn und später zum Weisshorn entschädigt zwar ungemein, aber doch lässt sich nicht verleugnen, dass der Anstieg mühsam ist in dem vielen Schutt.

Am Col angelangt empfängt uns zudem noch ein eisiger Wind. Brrr. Handschube, Haube, Primaloft wandern an den Körper und weiter gehts über den flacheren, fast einem Höhenweg gleichenden, Pfad unterhalb des Inneren Barrhorn entlang. Der letzte Anstieg ist dann nochmals enorm, enorm steil und schuttig. Zwar geil im Downhill aber im uphill nicht gerade ein Zuckerschlecken. Dafür belohnt die Aussicht vom Gipfelkreuz, ein gewaltiger Moment bei dem wolkenlosen Himmel und der klaren Fernsicht!

Gratulation Harry zur Realisierung deines Traumes. Ein kleiner Meilenstein. Einen hohen Berg vom Tal bis zum Gipfel zu laufen und keinen Meter zu gehen. Toll!

 

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So

18

Jun

2017

Vrenelisgärtli Traverse

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Sa

10

Jun

2017

Scenic Trail 2017

"It's the people with you that make the difference!"

 

Denn in so kunterbunter Gesellschaft kann das Scenic Trail Wochenende nur ein heiden Spass werden, egal ob der Einzelne seine Leistung punktgenau am Rennen abrufen konnte oder eben nicht. Die Strecke war heiss und nicht jeder kam mit den tropischen Bedingungen zu recht. Patricia und Steen mussten kapitulieren, der Rest der Crew rockte famos über die 27 und 54 Km Strecke. Andrea durfte sogar den Sieg beim K27 mit nach Hause nehmen, Kathleen den dritten Platz beim K54 und Maja den 5. Rang. Meine Herren, was war da los? 

 

Der Scenic Trail hatte sich bereits letzte Austragung in unsere Herzen gebrannt, somit war klar, wir kommen dieses Jahr wieder. Dass die trail-maniacs dann mit fast 20 Startern anreisten und sogar zu 11 sich eine Unterkunft teilen würden, damit hatte wohl niemand gerechnet. Logistisch herausfordernd, aber auf der Spassskala ganz oben anzusiedeln, verbrachten wir 2 1/2 Tage gemeinsam im Ticino. Vom Pizzaessen über Poolparty in der eiskalten Verzasca, Tischtennisturnier und ausgedehnter Frühstückssession, stundenlangen Gesprächen über Trailausrüstung und Training, das internationale Team konnte nach diesem Wochenende nicht nur einen heftigen Muskelkater in der Beinmuskulatur spüren, auch die Lachmuskulatur dürfte überstrapaziert worden sein.

 

Überhaupt stand der Scenic Trail so ganz und gar im Zeichen der Community. Ob auf der Strecke oder nach dem Rennen, immer wieder durften wir alle Bekanntschaften machen mit Leuten, von denen wir bereits den Namen kannten, aber der Person noch nie persönlich begegnet sind. Schön, wenn hinter der ganzen social media und Portal-Welt reale Gesichter zum Vorschein kommen...

 

Herzlichen Glückwunsch nochmals euch ALLEN, ihr ward grossartig!

 

 

Danke auch an alle Fotografen, die uns hier ihre Bilder zur Verfügung gestellt haben!

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Sa

03

Jun

2017

Engadiner Traumtrails

Val Roseg

 

Bei der Brücke in Pontresina nahe des Bahnhofes geht es los. Wer die Augen offen hält, startet schon gleich auf schönen Pfaden, wer lediglich der Wanderwegmarkierung folgt, findet sich auf breiten, gepflegten, mit dem Kinderwagen passierbaren Wanderwegen. 7km geht es mehr oder weniger eben taleinwärts bis zum Hotel Roseg, wo sich das Tal öffnet und die Sicht auf die Gletscher im Talkessel frei wird. Doch bereits der "Warmup" ist nett, das Rauschen des Wassers begleitet dich stets, es gilt auf einige Wurzeln und Steine aufzupassen und auch mal einem Wanderer auszuweichen.

 

Spätestens ab dem Hotel Roseg fängt es dann aber so richtig an Spass zu machen. Der perfekt angelegte Wanderweg hinauf zur Coazhütte bringt nicht nur ein paar Höhenmeter und damit tolle Aussicht, sondern auch Abwechslung mit grossen Blöcken, kleinen Bächen, Blumen am Wegesrand und diesem wunderbaren Blick auf Piz Bernina und Piz Roseg. Später dann rücken die zerklüfteten Gletscher oberhalb der Coazhütte ins Blickfeld und der Wanderweg verläuft relativ eben auf einer Höhenschichtlinie.

 

Leider sind bei uns noch einige weiche Schneefelder zu queren, die den Lauffluss unterbrechen und nasse Füsse bescheren, inklusive vitalisierender Beinkühlung. Wir beschliessen daher bei der Abzweigung hinunter zum türkisfarbenen Gletschersee zu rennen und nicht bis zur Coazhütte uns vorwärtszukämpfen.

 

So wunderbar laufbar bis hierher die Strecke war, umso anspruchsvoller wird der Downhill hinunter zum See. Wir müssen Tempo rausholen, die Felsen sind glatt poliert und glitschig. Am See erwartet uns ein kleiner Beach. Wahnsinn! Raus aus den Schuhen und hinein ins Eiswasser!

 

Was danach folgt sind Traumtrails vom Feinsten! Entlang des Sees und hindurch durch das Delta. Wow, yippiiieehhh! Flowtrails ohnegleichen!

 

Ab dem Hotel Roseg dann Fleissaufgabe, die 7km wollen wieder hinausgejogged werden, aber es gibt definitiv grässlichere 7km! Mit dem Rauschen des Baches und dem guten Duft des Waldes verfliegen auch diese relativ flachen Kilometer im Nu.

Muottas Muragl - Alp Languard

 

Auf den Spuren des Engadin Ultraks wandeln wir heute. Zugegeben in verkehrter Laufrichtung und ohne die Höhenmeter zur Capanna Segantini. Aber wir wollen es heute einfach nur speedig krachen lassen. Mit der Standseilbahn geht es hinauf auf Muottas Muragl und sogleich mit leichtem Höhenverlust hinein auf die Pontresiner Superflowtrails.

 

Genau richtig vom technischen Anspruch her kannst du auf diesem Abschnitt zur Alp Languard deinen Trailspeedrekord knacken. Ungläubig stelle ich fest, dass ich gerade schneller unterwegs bin, als ich fähig bin auf irgendeiner Strasse zu rennen! Mit minimalem Höhenverlust läuft es sich so schnell die Automatismen schalten können. Nur fliegen ist schöner oder bin ich vielleicht bereits abgehoben?!? Jedenfalls fühlt es sich so an, die Füsse tuschieren minimal den Boden, die Schrittlänge auf das weiteste, was möglich ist, ausgefahren.

 

Ab der Alp Languard hängen wir die kleine Zusatzschlaufe Richtung Capanna Paradis an, bevor es in einem rasanten Downhill hinunter nach Pontresina geht. Im Val Roseg regnet es bereits, doch hier, auf der Sonnenseite Pontresinas hält der Wind die Wolken fern. Mit der Sonne im Gesicht und einem breiten Grinsen gehts zurück zum Auto.

 

 

Pass Suvretta

 

Im Bereich des Corviglia Skigebietes gibt es nicht sonderlich viel zu bestaunen ausser hässlichen Skipisten. Doch wenn man gleich ab der Signalbahnstation den breiten Weg nach links einschlägt, kommt man kaum in Berührung mit dem Skigebiet. Fein zum Warmwerden und einlaufen geht es relativ eben hinüber zur Alp Suvretta und spätestens ab hier darf man ins Trailparadies eintauchen. Immer schön laufbar folgen wir dem Wanderweg zum Suvretta Pass hinauf. Begleitet vom Wasser, zum Glück nicht von oben. Denn gerade just in dem Moment tut der Himmel rund um uns auf und macht der Sonne Platz. Die frisch angezuckerten Berge glänzen in einem grellen Weiss uns entgegen.

 

Die Goretex-Schuhe waren eine gute Wahl am heutigen Tage. Der Pass Suvretta ist noch schneebedeckt und der Altschnee völlig durchnässt, so dass wir mehrmals einbrechen und mit den Füssen im Bach stehen. Ein feiner Höhentrail führt unterhalb des Piz Nair zurück ins Skigebiet, wo leider wieder einmal eine Fleissaufgabe folgt. Zurück zur Signalbahn durchs Skigebiet manövrieren. Es gibt sicherlich besseres als Wanderweg im Skigebiet, aber nun ja, der Rest war es auf jeden Fall wert!

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So

28

Mai

2017

Chamonix, Lac Blanc

Vom Col du Montets zum Lac Blanc

Der Sommer hat auf der Südseite der Aiguilles Rouges bereits Einzug gehalten, auch wenn die flachen Passagen über 2000m noch immer Schneereste aufweisen. Es darf also wieder mit den zahlreichen und fast schon zahmen Steinböcken und Gemsen im Gebiet gerockt werden!

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Mi

17

Mai

2017

Rigi Abendrun

Mit Start um 19:30Uhr bei der Seebodenalp laufen wir an der Rigi in den Sonnenuntergang. Und dieser ist heute ganz phänomenal schön. Kein Lüftchen weht, es ist hochsommerlich warm. Immer wieder kommt der Gedanke in mir auf, dass das schon ein Privileg ist, noch am Abend nach der Arbeit den Alltag bei einem Berglauf hinter sich lassen zu können. Und dafür bin ich sehr dankbar. Besonders, wenn man solch traumhafte Abende gemeinsam in der Gruppe, mit Gleichgesinnten teilen und geniessen kann!

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So

14

Mai

2017

Ticino Trails, Vallemaggia

Wie oft sind wir schon auf den Granitbänken draussen vor der Pizzeria Bellariva in Gordevio beim TCS Camping gesessen und haben dort oben hinaufgeschaut! Jetzt war es an der Zeit die Gunst der Stunde zu nutzen, denn unsere Unterkunft lag direkt am Fusse des langen Hanges hinauf zur Alpe Pizzit.

 

Wie so oft im Tessin, enttäuschte uns auch dieses Mal die Trailauswahl nicht. Wilde, einsame Pfade mit ordentlich Höhenmetern, manchmal vielleicht einen Tick zu verwachsen, aber für schnelle Trailautobahnen brauchen wir auch nicht extra ins Tessin fahren, die gibt es vor der Haustüre. Nein, wer im Tessin rennen will, der muss anspruchsvolle, kräftezehrende Trails lieben. Und Steine. Und Wiesen. Und Buchen- und Kastanienwälder. Hier steht ein Hauch von Abenteuer auf der Tagesordnung, Natur pur.

 

Obwohl wir eine Runde entlang weiss-rot-weiss markierter Wanderwege gewählt haben, begegnen wir keiner Menschenseele! Lediglich ein Gleitschirmflieger dreht seine Runde über uns in der Thermik. Gewitterwolken türmen sich heute massiv auf, die Luft ist schwül und mit Feuchtigkeit nahezu gesättigt. Uns drückt es den Schweiss beim Anstieg zur Alpe Pizzit aus den Poren. Schweissgebadet trifft es vorzüglich. Satte 1400Hm am Stück galt es zu bewältigen, die nach oben hin immer steiler wurden und einem Vertical glichen.

 

Bis zum Costa della Motta sind es nur noch wenige Höhenmeter, dann zweigen wir ab auf dem Panorama-Höhenweg, vorbei an der Alpe di Valaa hinüber zur Alpe Nimi. Leider ist die Capanna noch nicht geöffnet, wir genehmigen uns trotzdem einen kurzen Halt. Bis Aiarlo di Dentro geht es im leichten auf und ab weiter, teilweise sogar recht ausgesetzt, jedenfalls aber immer anspruchsvoll zum Rennen.

 

Die Wolken werden dunkler, wir verlassen die Höhe und halten uns ab nun talwärts. Wenn du glaubst, die Trails bis hierher waren schmal, dann warte ab, was nun folgt! Von Rennen keine Spur, eher ein Traben und Joggen und Plumsen. Über Mella und Malai geht es nach Boschetto, wo der Wanderweg endlich wieder etwas Form annimmt. Steinplatten ziieren den Weg, wie auf einer endlosen Treppe gehts bis ins Tal hinab nach Gordevio zurück. Wow, was eine beeindruckende Runde!

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Fr

12

Mai

2017

Salomon Trail Station Zürich

Eine gelungene Mischung aus Materialtest, Workshop und Communityrun, so präsentierte sich uns die Auftaktveranstaltung der Salomon Trail Stations am Üetliberg, welche in Summe 3 Termine im Mai umfasst. 30 begeisterte Trailläufer, die bei regnerischen Verhältnissen sich auf die ultimative Schlammschlacht am Üezgi begeben wollten, mit viel Testmaterial an den Füssen, am Rücken und am Handgelenk. Denn Salomon stellte mehrere Schuhmodelle zur Verfügung, Suunto Spartan GPS-Uhren, sowie Salomons Toprunningrucksäcke.

 

Nach einer kurzen Einführung durch Gabriel Lombriser, dem Community-Manager von Salomon Schweiz, am Salomon-Stand auf dem Parkplatz Friesenberg teilten wir uns spontan in 2 Gruppen, die Flotteren und die Geniesser. Viele trail-maniacs sind erschienen, was die folgenden 1,5h umso witziger werden liess. Wir schlitterten über die Mega-Matsch-Autobahnen, die Flow-Trails am Üezgi, immer wieder unterbrochen durch sehr lehrreiche Einheiten, wie man richtig bergauf und bergab rennt. Johan Böni, der Guide der etwas flotteren Truppe, unterwies uns besonders im Downhillen und pushte die Gruppe auf ein Höchstmass an Motivation, so dass wir in Summe ständig etwas zu lachen hatten, weil es mal wieder jemandem die Füsse unerwartet wegriss, er eine Piurette drehte oder in sonstiger Abflugsform Anwärter auf die höchste B-Note des Abends werden wollte.

 

Bis zum Ende blieb jedenfalls niemand trocken, Schuhe, Beine, Hosen, Hände, ja bis ins Gesicht, alles dreckig und matschüberzogen, geilo!!! So muss Traillaufen in der Gruppe sein! Vielen Dank an die beiden Guides Gabriel und Johan, vielen Dank an Salomon Schweiz für die gelungene Veranstaltung! Zum Glück gibt es noch 2 Termine und hoffentlich im Herbst oder nächster Jahr wieder?!? Wir sind auf jeden Fall wieder mit von der Partie!!!!

 

Infos unter:

Bilder von Jeff:

Bilder von Salomon Running Schweiz:

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Mi

10

Mai

2017

Gnipen Vertical

Ein toller Trainingsberg für noch schnell am Abend Höhenmeter zu fressen. 1000 sind es nämlich ganz genau und bei einer Wegstrecke von unter 5km könnt ihr aus ausmalen, dass einem da nichts geschenkt wird. Extrem verwurzelter Wald zu Anfang mit einer kurzen Unterbrechung zum Verschnaufen, bevor der 3. Abschnitt steil, steiler, am steilsten sich auftürmt. Das verdammte Gipfelkreuz will nicht näher kommen...Zum Glück eröffnet sich dem Läufer nach oben in ein schönes Panorama auf den Lauerzer See und die Mythen.

 

So stehen wir drei, Jeff, Harry und Patricia, nun dort oben im tobenden Föhnwind und bestaunen die untergehende Sonne hinter der Rigi. Wow! Was eine Entschädigung für die vergossenen Schweisstropfen beim Anstieg! Leider rennt uns die Zeit davon, Stirnlampen haben wir keine mitgenommen und auch sonst nix. Light and Fast. So laufen sich die letzten 400Hm durch den dichteren Wald dann noch recht speziell hinab nach Goldau, so ganz ohne Licht. Aber auch das hat seinen Reiz...

 

 

Montag, 15.05.2017

Nicole und Simon

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Traillauf-Community

Skyrunning Verein

im Raum

Zürich/Zentralschweiz

 

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