So

20

Aug

2017

Üssers Barrhorn

Ziel: bis auf den Gipfel des Barrhorn joggen, also die komplette Wegstrecke ohne Gehpassagen zu absolvieren. Ein Meilenstein für Harry. Für mich (Patricia) unerreichbar. Ein echter Berglauf sollte es werden. Und die Betonung liegt eben auf LAUF. Einen geeigneten Berg dafür zu finden mit stattlicher Höhe nicht einfach. Doch zum Glück liegt im hintersten Turtmanntal das Üssere Barrhorn, auf dessen Gipfel ein rot-weisser Wanderweg führt. 

 

Der grosse Bruder des Uri Rotstocks...

 

Zunächst geht es gemütlich und leicht ansteigend auf dem Fahrweg bis zum Stausee. Perfekter Warm-up und bereits von der Sonne beschienen. Der direktere Wanderweg hinauf zum See lag um 9:30Uhr nämlich noch im Schatten. Zur Turtmannhütte hinauf wählen wir den Steinmännliweg, etwas weiter in der Distanz, dafür landschaftlich ein Traum und auch etwas flacher. So schaffen wir beide den Jogg hinauf zur Hütte. Wer nur auf eine schnelle Zeit aus ist, könnte auch beim Wegweiser Klettergärten abzweigen und im direkten Anstieg zum Couloir hinauf dem Pfad folgen. Wir aber legen aufgrund der besseren Wegbeschaffenheit fürs Laufen den Umweg über die Turtmannhütte ein. 

 Das Couloir ist steil und mit losem Geröll, anschliessend folgen einige felsige Meter mit Drahtseilversicherungen. Keine Ahnung wie es Harry schafft durch dieses Gelände zu joggen, ich muss leider hier schon passen. Aus der Traum mit einem durchgängigen Run aufs Barrhorn. Reichlich demotiviert trotte ich ab jetzt hinterher. Gehen. So ein Mist, aber ich schaffe es nur in den flacheren Passagen vom Geh- in den Laufschritt zu wechseln. Der mangelnden Kondition und der Höhe zolle ich Tribut. Aber so ists nun mal...

Dafür darf Harry seinen Traum heute voll ausleben. Selbst in den steilen Geröllpassagen lässt er nicht locker und kämpft sich prustend weiter hinauf im Joggingschritt. Ich bin beeindruckt, fühle ich mich doch im Vergleich gerade wie ein Häufchen Elend, reichlich ohne Power und Antrieb. Die Landschaft hier oben erinnert mich stark an den Uri Rotstock. Ziemlich karg, schuttig und es zieht sich ungemein. Die Blick hinüber zum Bishorn und später zum Weisshorn entschädigt zwar ungemein, aber doch lässt sich nicht verleugnen, dass der Anstieg mühsam ist in dem vielen Schutt.

Am Col angelangt empfängt uns zudem noch ein eisiger Wind. Brrr. Handschube, Haube, Primaloft wandern an den Körper und weiter gehts über den flacheren, fast einem Höhenweg gleichenden, Pfad unterhalb des Inneren Barrhorn entlang. Der letzte Anstieg ist dann nochmals enorm, enorm steil und schuttig. Zwar geil im Downhill aber im uphill nicht gerade ein Zuckerschlecken. Dafür belohnt die Aussicht vom Gipfelkreuz, ein gewaltiger Moment bei dem wolkenlosen Himmel und der klaren Fernsicht!

Gratulation Harry zur Realisierung deines Traumes. Ein kleiner Meilenstein. Einen hohen Berg vom Tal bis zum Gipfel zu laufen und keinen Meter zu gehen. Toll!

 

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So

18

Jun

2017

Vrenelisgärtli Traverse

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Sa

03

Jun

2017

Engadiner Traumtrails

Val Roseg

 

Bei der Brücke in Pontresina nahe des Bahnhofes geht es los. Wer die Augen offen hält, startet schon gleich auf schönen Pfaden, wer lediglich der Wanderwegmarkierung folgt, findet sich auf breiten, gepflegten, mit dem Kinderwagen passierbaren Wanderwegen. 7km geht es mehr oder weniger eben taleinwärts bis zum Hotel Roseg, wo sich das Tal öffnet und die Sicht auf die Gletscher im Talkessel frei wird. Doch bereits der "Warmup" ist nett, das Rauschen des Wassers begleitet dich stets, es gilt auf einige Wurzeln und Steine aufzupassen und auch mal einem Wanderer auszuweichen.

 

Spätestens ab dem Hotel Roseg fängt es dann aber so richtig an Spass zu machen. Der perfekt angelegte Wanderweg hinauf zur Coazhütte bringt nicht nur ein paar Höhenmeter und damit tolle Aussicht, sondern auch Abwechslung mit grossen Blöcken, kleinen Bächen, Blumen am Wegesrand und diesem wunderbaren Blick auf Piz Bernina und Piz Roseg. Später dann rücken die zerklüfteten Gletscher oberhalb der Coazhütte ins Blickfeld und der Wanderweg verläuft relativ eben auf einer Höhenschichtlinie.

 

Leider sind bei uns noch einige weiche Schneefelder zu queren, die den Lauffluss unterbrechen und nasse Füsse bescheren, inklusive vitalisierender Beinkühlung. Wir beschliessen daher bei der Abzweigung hinunter zum türkisfarbenen Gletschersee zu rennen und nicht bis zur Coazhütte uns vorwärtszukämpfen.

 

So wunderbar laufbar bis hierher die Strecke war, umso anspruchsvoller wird der Downhill hinunter zum See. Wir müssen Tempo rausholen, die Felsen sind glatt poliert und glitschig. Am See erwartet uns ein kleiner Beach. Wahnsinn! Raus aus den Schuhen und hinein ins Eiswasser!

 

Was danach folgt sind Traumtrails vom Feinsten! Entlang des Sees und hindurch durch das Delta. Wow, yippiiieehhh! Flowtrails ohnegleichen!

 

Ab dem Hotel Roseg dann Fleissaufgabe, die 7km wollen wieder hinausgejogged werden, aber es gibt definitiv grässlichere 7km! Mit dem Rauschen des Baches und dem guten Duft des Waldes verfliegen auch diese relativ flachen Kilometer im Nu.

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So

28

Mai

2017

Chamonix, Lac Blanc

Vom Col du Montets zum Lac Blanc

Der Sommer hat auf der Südseite der Aiguilles Rouges bereits Einzug gehalten, auch wenn die flachen Passagen über 2000m noch immer Schneereste aufweisen. Es darf also wieder mit den zahlreichen und fast schon zahmen Steinböcken und Gemsen im Gebiet gerockt werden!

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Sa

29

Apr

2017

Beigua Naturpark, Trailrunning mit Meerblick

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So

16

Apr

2017

alpines Trailrunning hoch über Lecco

Die Traversata Alta e Bassa der Grigna lässt gerade Anfang der Saison das Trailrunnerherz höher schlagen. Ziemlich alpine Abschnitte warten auf den Begeher, aber auch eine Menge klassisch flowig trailiger Wege, für Abwechslung und wunderschöne Ausblicke ist jedenfalls gesorgt. Und mit dem Rifugio Broschi am Gipfel der Grigna Settentrionale lassen sich die Energiespeicher auf halber Strecke wieder auffüllen, immerhin sind vom Piani Resinelli gut 20km und 1900Hm zurückzulegen.

 

Überhaupt, Trailrunning rund um Lecco steht hoch im Kurs. Sportlichen Wanderern und perfekt durchgestylten Trailläufern im neusten La Sportiva Gewand begegnet man immer wieder, es wird freundlich gegrüsst, Trailläufer und Wanderer gehen respektvoll miteinander um. All zu oft kommt man sich fast wie bei einem Wettkampf vor, es wird angefeuert und motivierend zugeredet, langsamere Leute treten zur Seite und machen gerne den Weg frei.

 

Die Region Lecco ist natürlich auch geprägt von zahlreichen Bergläufen und Trailwettkämpfen, da gibt es das Resegup, das Zacup Skyrace, das Esino Skyrace, die Troféo Dario e Willi, den Giir di Mont und und und.... 

 

Wir fühlten uns jedenfalls mal wieder pudelwohl bei den Italienern, Traillaufen am Comersee ist eben nicht nur Sport sondern auch Lebensgefühl. 

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Traillauf-Community

Skyrunning Verein

im Raum

Zürich/Zentralschweiz

 

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